Die aktuelle Arbeit: Von der Kunst zur Industrie

Einstieg bei scinteco (2014)

2014 bin ich zu scinteco gekommen, wo alle Fäden meiner Erfahrung zusammenliefen. Prozesse und Systeme zu bauen, um Software in validierten Pharma-Umgebungen auszuliefern, hat all das gebraucht, was ich vorher gelernt hatte: organisatorische Skills aus der Studierendenvertretung, kreatives Problemlösen aus der Kunst, Community-Building aus Schmiede und Ada, technische Strenge aus der Forschung.

Das Ergebnis war improve — nicht nur Software, sondern eine Philosophie, wie komplexe, regulierte Arbeit transparent, reproduzierbar und überprüfbar werden kann.

Forschung bei Semantic Technologies International

In der Arbeit mit semantischen Technologien habe ich erforscht, wie Bedeutung strukturiert und berechnet werden kann — Einsichten, die später für den Bau von Systemen entscheidend wurden, die wissenschaftliche Workflows erfassen und verifizieren. Diese Erfahrung legte den Grundstein, Daten für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz vorzubereiten.

Communities aufbauen: Schmiede & Ada

Mitgründung von Ada (2015)

Ada ist als organischer, offener Raum gewachsen — eine eklektische Mischung aus bildender Kunst, Performance, Musik, Medienkunst und Theorie. Jede Ausstellung, jedes Event hat seine Geschichte mitgeschrieben, ein lebendes System geschaffen, das mit seiner Community weiterwächst. Ada hat mir beigebracht: die besten Systeme sind die, die mit ihren Nutzer:innen wachsen.

Mitentwicklung Schmiede Hallein (2010)

Schmiede ist zum Labor für kollaboratives Schaffen geworden. Von Anfang an haben wir sie als System gebaut, das mit den Teilnehmenden weiterwächst — ein Festival, das nicht nur Event ist, sondern ein Prozess, der Kunst, Technik und Wissenschaft zusammenbringt.

Die kreative Grundlage: plankton Labs & künstlerische Forschung

Open-Source-Lehrmethoden

Durch Open-Source-Software habe ich neue Formen des Lernens unter Peers entdeckt — Methoden, die später zentral für die Organisation der Schmiede wurden. Wissensaustausch heißt nicht nur, Information weiterzugeben, sondern Systeme zu schaffen, in denen alle gleichzeitig Lehrende und Lernende sein können.

Gründung plankton Labs (2005)

Mit plankton Labs habe ich erforscht, wie Technik zum Erzählmedium werden kann. Unsere Installationen waren nicht nur technische Errungenschaften — sie waren verspielte Annäherungen daran, Strukturen und Probleme in der Gesellschaft sichtbar zu machen, wobei die Umsetzung selbst Teil der Erzählung wurde.

Medienkunst Performance Digitaler Ausdruck

Die Anfänge: Studierendenvertretung & Systemdenken

Bildungspolitischer Referent, Studierendenvertretung

Hier habe ich entdeckt, wie Politik Möglichkeitsräume formt. Die Arbeit mit Bildungsrahmen hat mir gezeigt: die wirkmächtigsten Systeme sind die, die anderen Raum geben, in ihnen weiterzubauen.

Österreichisches Mitglied, Organising Bureau of European School Student Unions

Meine Reise begann im studentischen Organisieren, wo ich gelernt habe: effektive Systeme sind nicht nur Struktur — sie ermächtigen Menschen, gemeinsam zu handeln. Als Vertreter Österreichs habe ich über Grenzen, Sprachen und Bildungssysteme hinweg koordiniert.

Der rote Faden

Im Rückblick ging es bei jedem Projekt um dieselbe Frage: Wie bauen wir Systeme, die Menschen befähigen, wirksamer zusammenzuarbeiten? Ob bei der Organisation von Studierenden quer durch Europa, beim Schaffen von Räumen für künstlerisches Experimentieren oder beim Ermöglichen verifizierbarer pharmazeutischer Forschung — das Handwerk bleibt das gleiche: Systeme zu bauen, die Komplexes verständlich und Kollaboration möglich machen.