Dutyfreezone des Gedankenaustausches
Seit der Gründung im Herbst 2002 sieht sich die Plankton als Freiraum für verschiedenste medienkünstlerische Experimente ohne Hinblick auf Mehrwert und Profitmaximierung, als Dutyfreezone des Gedankenaustausches und Designfabrik von audiovisuellen Zeitmaschinen, deren ausdrücklich prothetischer Charakter nur im performativen Gebrauch neue Orte der Echtzeit generiert und diese in elektroästhetische Rhythmen substrukturiert.
Durch freien Zugang, der Veröffentlichung von verwendeten Codes und Programmen und mit dem Hinblick auf kein näher definiertes zu Erreichendes, kann als Ziel von Plankton höchstens das Entstehen neuer Netzwerke und Informationskanäle fixiert werden.
Gegründet 2002: Open-Source-Pioniere
Es begann mit der Entwicklung von Open-Source-Software für Live-Visuals, die sich zu Live-Cutting-Tools für TV- und Video-Streams weiterentwickelte – Jahre vor dem heutigen Streaming-Boom. Nach und nach wurde daraus ein Raum für Kunst und Installationen, begleitet von theoretischen Symposien.
Unsere Arbeiten waren in der Europäischen Kulturhauptstadt Sibiu, beim Forum Alpbach, beim Poolbar Festival und in Galerien in ganz Europa zu sehen. Wir haben Grenzen verschoben, bevor es diese Grenzen überhaupt gab, und Werkzeuge geschaffen, die ein Jahrzehnt später zum Standard wurden.
Das Kollektiv
Plankton ist eine heterogene Gruppe von Enthusiast:innen aus unterschiedlichsten Bildungshintergründen und Arbeitsfeldern. 2002 in Innsbruck von Michael Hackl und Bernard Zösmayer gegründet, seit 2005 als Verein eingetragen und seit 2006 von Barbara Connert und Michael Hackl geleitet.
Mit Hauptsitz im Schloss Büchsenhausen in Innsbruck und Außenposten in Wien, Linz und Holland arbeiten wir als verteiltes Netzwerk – ganz wie das Plankton, nach dem wir benannt sind.
Kritische Ironie & Open Source
Unsere inhaltliche Arbeit besteht aus der kritisch-ironischen Befragung der heutigen Medienrealität. Der Ausdruck folgt dem Konzept und reicht von der Skulptur über die Medienarbeit bis zum Text. Unser zweites Feld widmet sich der Forschung und dem freien Experimentieren im Mediendesign, mit besonderem Fokus auf der Arbeit mit Open-Source-Software und den Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Live-Performance.
Die Arbeit geschieht in einem geschlossenen Kreislauf zwischen Softwaredesign und Performance – beide nähren einander in einer endlosen Schleife aus Schöpfung und Kritik.
"Sie dürfen wir zu uns sagen"