Die einzige Konstante ist die Verwandlung
Ada begann als künstlerische Intervention – als Rückeroberung vergessener Räume in Wien. Zuerst in einer unrenovierten ehemaligen Lehrlingsunterkunft, dann in einem früheren Fleischereigeschäft haben wir Verlassenheit in ein künstlerisches Labor verwandelt. Jeder Ort trägt seine Geschichte weiter, Schichten des Daseins, die durch die Kunst sichtbar werden.
Wir sind keine Galerie. Wir sind kein Atelier. Wir sind etwas dazwischen – ein Kunstverein, der öffentlich und zugleich intim ist, wo die Grenzen zwischen Künstlerin, Publikum und Raum sich zu etwas Neuem auflösen.
Der Eingang zur Ada Brunnengasse, das Narnia der Künste
Die Praxis
Jede Ausstellung bei Ada ist ortsspezifisch, ein Gespräch zwischen Künstlerin und Architektur. Wir laden Schaffende ein, den sozialen und historischen Kontext auszugraben, der in unseren Wänden eingeschrieben ist, und auf den Überresten dessen aufzubauen, was zuvor da war. Nichts ist von Dauer; alles verwandelt sich.
Unsere Künstlerinnen und Künstler zeigen nicht bloß – sie greifen ein. Sie hinterfragen ihre Rolle in der Gesellschaft, während der Raum sie zurückbefragt. Jede Ausstellung hinterlässt Spuren, die Teil von Adas sich wandelnder Identität werden, ein sichtbar gemachtes Palimpsest künstlerischen Denkens.
Die Ada-Bar – wo Ideen so frei fließen wie die Getränke
Die Philosophie
Ada folgt einem einfachen Grundsatz: Räume haben einen Wert jenseits ihres Marktpreises. Durch künstlerischen Input bringen wir diese übersehenen Orte zum „Blühen“ und legen Schichten menschlichen Daseins frei, die konventionelle Nutzung verdeckt. Wir dokumentieren nicht nur die Kunst, sondern den Prozess der Verwandlung selbst.
Es geht nicht um Bewahrung oder Renovierung – es geht um Evolution. Jedes Nagelloch, jeder Farbstrich, jede Installation wird Teil von Adas DNA. Wir erschaffen ein lebendiges Archiv künstlerischer Intervention, in dem vergängliche Kunst bleibende Spuren im Bewusstsein hinterlässt.
Die Entwicklung
Von der Brunnengasse 62 zur Wattgasse 16/6 – unser Weg spiegelt unsere Philosophie wider. Als Lärmbeschwerden unseren ersten Raum schlossen, sahen wir darin kein Ende, sondern eine Verwandlung. Jeder Umzug vertieft unser Verständnis davon, wie Kunst und Raum gemeinsam Bedeutung erschaffen.
Heute besteht Ada weiter als Leuchtturm für Künstlerinnen und Künstler, die über weiße Kuben und Eröffnungsabende hinaussehen. Wir sind eine Gemeinschaft, die glaubt, dass Kunst nichts ist, das man an die Wand hängt – sondern etwas, das die Wände selbst verändert, und alle, die durch sie hindurchgehen.
„Wir stellen keine Kunst aus. Wir bewohnen die Verwandlung.“