Hebocon
„Ein Roboter-Sumo-Wettkampf für alle, die technisch nicht begabt sind. Die Roboter, die beim Hebocon antreten, haben nichts gemein mit den eleganten Hightech-Robotern normaler Roboter-Turniere.“
Die Kunst der technischen Unbegabtheit
Hebocon ist ein Roboter-Sumo-Wettkampf, bei dem technische Inkompetenz gefeiert wird und das Scheitern zur Kunst gerät. Anders als bei klassischen Roboter-Wettbewerben, die technische Höchstleistung zur Schau stellen, umarmt Hebocon das Unbeholfene, das Kaputte und das wunderschön Dysfunktionale.
Der Wettbewerb hat seinen Ursprung in Japan, wo „hebo“ so viel wie „schlechte Qualität“ oder „mies“ bedeutet. Roboter aus Karton, Klebeband, Spielzeug und Küchenutensilien stolpern in die Schlacht und schaffen es oft nicht einmal, sich zu bewegen. Der Sieg ist nebensächlich gegenüber dem Spektakel des kreativen Scheiterns.
Von Romedius Weiss nach Europa gebracht
Hebocon wurde von Romedius Weiss zur Schmiede 2016 gebracht. Von da an begann Michael Hackl seine Laufbahn als Sport-Moderator für Robo Fights und verwandelte jedes Match in eine theatralische Vorstellung, in der die Erzählung des Scheiterns genauso wichtig wurde wie der Wettkampf selbst.
Gemeinsam mit Andreas Pils und Stefan Wiedner machten sie aus Hebocon ein komödiantisches Sport-Spektakel, komplett mit dramatischer Kommentierung, Kämpfer-Vorstellungen und dem Zelebrieren spektakulärer Fehlschläge. Je schlechter der Roboter, desto besser die Show.
Die Philosophie von Hebocon
In einer Welt, die von technischer Perfektion besessen ist, steht Hebocon als Denkmal für die Schönheit der Unvollkommenheit. Es geht nicht ums Gewinnen – es geht ums Versuchen, ums Scheitern und darum, dieses Scheitern als kreativen Akt zu feiern. Jeder wackelnde Roboter, jeder mit Panzertape geflickte Motor, jeder totale Zusammenbruch wird zu einem Statement über unser Verhältnis zur Technik.
Die Regeln (oder deren Fehlen)
- Roboter sollen technisch schlecht sein
- Hightech-Roboter werden bestraft
- Fernsteuerungen sind erlaubt, aber unerwünscht
- Auseinanderfallen wird erwartet und gefeiert
- Das Publikum bestimmt durch Applaus den wahren Sieger
Spielorte & Auftritte
Seit 2016 hat Michael Hackl das Hebocon-Erlebnis an Spielorte quer durch Europa gebracht und dabei jedes Mal die Kunst des technischen Scheiterns gefeiert:
- Schmiede Hallein – Die europäische Geburtsstätte des Hebocon-Chaos
- Ars Electronica – Wo Kunst auf technische Inkompetenz trifft
- Make Munich – Maker-Kultur trifft kreatives Scheitern
- Chaos Computer Club Camp – Hacker umarmen die Kunst des Nichtfunktionierens
- Make Vienna – Österreichische Maker feiern die Dysfunktion
Michael Hackl, Andreas Pils und Stefan Wiedner moderieren den Hebocon – wie technisches Scheitern zur Performance-Kunst wird